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12.07.2022

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Bald in Bern: Die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade 2022

Vom 25. bis 31. August ist die 16. Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade in der Schweiz zu Gast. Etwa 60 junge Talente aus zehn Ländern werden eine Woche lang Alpen mit Algebra kombinieren und sich während kniffliger Prüfungen mit Schoggi stärken. Wir sind der Frage auf den Grund gegangen, was die MEMO einzigartig macht.

Das Logo der MEMO 2022.

Vor 10 Jahren: Die MEMO in Solothurn (Quelle: Wissenschafts-Olympiade)

Auch die European Girls' Mathematical Olympiad (EGMO) war schon in der Schweiz zu Gast, nämlich 2017 in Zürich. (Quelle: Wissenschafts-Olympiade)

Diesen Sommer findet die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade, kurz MEMO, zum zweiten Mal in der Schweiz statt. 2012 fand der Wettbewerb für begabte Teenager in Solothurn statt. Da sich die zehn teilnehmenden Länder abwechseln, ist die Schweiz nun erneut dran. Ende August treffen sich in Bern junge Mathematikerinnen und Mathematiker aus der Schweiz, Deutschland, Kroatien, Litauen, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

 

Wann? 25. bis 31. August 2022. Die Details sind im vorläufigen Programm zu finden.Wo? Bern, Schweiz. Die Prüfungen werden am Gymnasium Lerbermatt abgehalten, während die Universität Bern ihre Räumlichkeiten für die Aktivitäten der Jury bereitstellt. Wer? 60 Teilnehmende und 20 Leiter*innen aus 10 Ländern, ca. 40 Volunteers Wie? Die MEMO wird von Volunteers aus dem Umfeld der Schweizer Mathematik-Olympiade organisiert und erhält finanzielle Unterstützung von den Cogito- und Ernst-Göhner-Stiftungen sowie SwissMAP, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, der Universität Zürich und der Conza-Stiftung.

 

Wer in Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie besonders viel draufhat, wird mit einer der Gold- Silber oder Bronzemedaillen ausgezeichnet. Doch es gibt noch viel mehr zu gewinnen: Freunde, Wissen und unvergessliche Erinnerungen an eine schöne Zeit im Gastgeberland. «Wir wollen zeigen, dass es auch cool ist, Mathe zu machen», sagt Jana Cslovjecsek, EPFL-Doktorandin und eine der Organisatorinnen der MEMO. Auf dem Programm stehen neben Prüfungen auch Schiffahrten, Altstadtbummel und Exkursionen ins Emmental oder in die Berge.

 

SwissMAP betreibt modernste theoretische Forschung in Mathematik und Physik. Eines der wichtigsten Ziele ist es, diese Forschung zu fördern, indem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgebildet werden und das Gebiet einem breiten Publikum bekannt gemacht wird. SwissMAP ist daher sehr stolz darauf, die MEMO 2022 zu unterstützen und heisst alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen! Sind Sie daran interessiert, Ihr Wissen zu erweitern?  SwissMAP verfügt über eine grosse Sammlung von Videoaufzeichnungen auf verschiedenen Niveaus, darunter auch Videos für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, die tiefer in die  Mathematik eintauchen wollen. Sind Sie bereit für eine Challenge? Auf der Website gibt es auch ein Online-Escape-Spiel und eine Rätselecke.

 

Was die MEMO einzigartig macht

Alles begann 1978 mit einem freundschaftlichen Turnier zwischen Österreich und Polen. 2006 wurde daraus die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade. Die MEMO ist die kleine Schwester der Internationalen Mathematik-Olympiade, zeichnet sich aber abgesehen von ihrer der Regionalität durch einige weitere Besonderheiten aus.

 

  1. Die MEMO ist die einzige Mathematik-Olympiade mit einem Team-Wettbewerb. Es gehört auch eine individuelle Prüfung mit vier Aufgaben zum Wettbewerb, welche dieses Jahr am 27. August stattfinden wird. Aber der Team-Wettbewerb am Tag darauf macht die MEMO zu etwas ganz Besonderem. Zusammen müssen die Teilnehmenden acht Aufgaben lösen. «Es macht wirklich Spass, Aufgaben auch mal gemeinsam zu lösen und zu diskutieren», meint Jana.
  2. Die MEMO ist speziell für jüngere Schülerinnen und Schüler gedacht, die nicht kurz vor dem Abschluss stehen, sondern im nächsten Jahr nochmal an der Mathematik-Olympiade teilnehmen könnten. An der MEMO können sie internationale Luft schnuppern, auch wenn sie sich (noch) nicht für die Internationale Mathematik-Olympiade qualifiziert haben. Für die meisten Teilnehmenden ist es die erste solche Erfahrung. Bei der MEMO können sie viel lernen. Erfolgserlebnisse und den Kontakt mit anderen Mathe-Talenten in ihrem Alter bestärken die Jugendlichen in ihrem Selbstvertrauen und ihrem Interesse am Fach.
  3. Bei der kleinen MEMO herrscht eine besonders familiäre Atmosphäre. Die Leiterinnen und Leiter kennen die Aufgaben im Voraus und werden nicht von den Jugendlichen getrennt, um Betrug zu verhindern. Der Wettbewerb basiert auf Teamgeist und Vertrauensbasis.

 

Motivierte Volunteers suchen Verstärkung

Hinter der MEMO 2022 steht ein kleines, junges Team aus dem Umfeld der Schweizer Mathematik-Olympiade. Sie organisieren den Event ehrenamtlich – neben Studium oder Arbeit. Viele sind schon mehrere Jahre erst als Teilnehmende, dann als Volunteers bei der Mathematik-Olympiade aktiv und kennen sich in dieser eigenen Welt besten aus. Die EPFL-Doktorandin Jana Cslovjecsek zum Beispiel war schon vor 10 Jahren als Freiwillige bei der ersten MEMO in der Schweiz dabei. Fünf Jahre später engagierte sie sich bei der Planung der European Girls’ Mathematical Olympiad, ein Mathematik-Wettbewerb für junge Frauen, der 2017 in Zürich stattfand. «Ich dachte mir dann: Eine mach’ ich noch!», erzählt sie schmunzelnd.

 

Die grösste Herausforderung beim Planen einer internationalen Olympiade liegt laut Jana darin, den Überblick über alle zu erledigenden Aufgaben zu behalten. Doch der Gedanke an die Teilnehmenden motiviert die Organisatorinnen und Organisatorin. «Ich hoffe, dass sie Spass haben, viel lernen und Gleichgesinnte treffen – das ist für mathematikbegeisterte Jugendliche nicht immer einfach», erklärt Jana. Persönlich freut sie sich am meisten darauf, viele ehemalige Teilnehmende der Schweizer Mathematik-Olympiade wieder zu treffen. Die MEMO ist eben alles in einem: Wettbewerb, Trainingslager, Schweizreise und eine Art grosses Klassentreffen der Mathematik-Fans.

 

Du bist über 18, sprichst Englisch und möchtest auch Teil der MEMO-Familie werden? Es werden Helferinnen und Helfer für verschiedene Aufgaben während der MEMO gesucht. Da ist für alle etwas dabei. Melde dich jetzt an!

 

Das Schweizer Team an der MEMO 2022:

  • Yaël Arn, Gymnasium Bäumlihof, Riehen (BS)
  • Mohamed Bouchouata, Gymnase français de Bienne, Biel (BE)
  • Anna Kokorich, Collège Champittet de Pully, Grandvaux (VD)
  • Evelyn Ebneter, Gymnasium Oberwil, Binningen (BL)
  • Jonah Osterwalder, Gymnase de Renens, Lausanne (VD)
  • Jerry Schupp, Kantonsschule Wettingen, Klingnau (AG)

 

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