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21.07.2025

Medienmitteilung

Gold, Silber und Bronze in Australien: Schweizer Mathematiknachwuchs setzt neue Rekorde

Vor 19 Jahren gewann erstmals ein Schweizer Gold bei der Internationalen Mathematik-Olympiade, dem prestigeträchtigen Wettbewerb für Jugendliche. Danach gab es lange keine Schweizer Goldmedaillen mehr - bis 2023, 2024 und nun, zum dritten Mal in Folge, 2025! Die 66. Internationale Mathematik-Olympiade (IMO), die vom 10. bis 20. Juli an der australischen Sunshine Coast stattfand, war ein voller Erfolg für die jungen Talente aus der Schweiz und Liechtenstein.

Die Schweizer Delegation mit ihren Medaillen. Von links nach rechts: Eric Lüscher, Emil Spiess, Andrej Ševera, Hongjia Meng, Jovian Soejono und Francesc Oro. Vorne: Die Delegation wurde von Julia Sollberger und Tanish Patil begleitet. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Leonhard Hasler. (Quelle: IMO 2025)

Verleihung der Goldmedaillen, Jovian Soejono in der Mitte. (Quelle: IMO 2025)

Die Schweizer Delegation mit Känguru. (Quelle: IMO 2025)

Vorne von links nach rechts: Leonhard Hasler, Andrej Ševera, Francesc Oro, Eric Lüscher, Jovian Soejono, Hongjia Meng. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Hongjia Meng bei der Schlusszeremonie. (Quelle: IMO 2025)

Selfie am Strand. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Leonhard Hasler begegnet im Zoo einem Koala. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Emil Spiess beobachtet eine Schlange. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Hongjia Meng und Eric Lüscher begegnen der australischen Tierwelt. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Jovian Soejono (International School of Geneva, GE) erreichte Rang 27 von 598 und gewann die bisher vierte Schweizer Goldmedaille überhaupt und die dritte in Folge. “Die Mathematik erlaubt es mir, mein logisches, methodisches Denken zu nutzen. Das hat bei mir schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für das Fach ausgelöst, die ich bis heute weiterentwickle”, so der 16-jährige Genfer. 

Andrej Ševera (Collège Voltaire, GE) gewann Silber. Eine zweite Silbermedaille ging an Hongjia Meng (Kantonale Mittelschule Uri, UR), die im April mit der ersten Schweizer Goldmedaille an der Europäischen Mathematik-Olympiade für junge Frauen für Aufsehen sorgte. An der IMO war sie nun eine von nur 69 jungen Frauen unter den insgesamt 630 Teilnehmenden. Jovian, Andrej und Hongjia haben im Juni ausserdem erfolgreich an der Westeuropäischen Informatik-Olympiade teilgenommen.

Francesc Oro (Collège St. Michel, FR) und Eric Lüscher (MNG Rämibühl, ZH) holten in “Down Under” je eine Bronzemedaille. Ausserdem am Start war Emil Spiess (Kantonsschule Wettingen, AG).

Laut Arnaud Maret, der als Schweizer im Auswahlkomitee für die Prüfungsaufgaben gedient hat, war es die beste Gesamtleistung in der über 30-jährigen Geschichte der Schweizer Teilnahme.

Leonhard Hasler (Liechtensteinisches Gymnasium, FL) gewann die erste Bronzemedaille seit 10 Jahren für das Fürstentum Liechtenstein. “Dass ich die Silbermedaille nur knapp verpasst habe, nervt ein bisschen, aber alles in allem bin ich zufrieden. Ich hatte einfach Spass mit Mathematik, das ist das Wichtigste”, so der 18-Jährige, der Liechtenstein auch an anderen internationalen Wettbewerben vertritt, zum Beispiel in Philosophie. Das beste an der IMO sei es, Freundschaften mit Jugendlichen aus aller Welt zu schliessen. 

Auch für Jovian waren der soziale Austausch und das touristische Rahmenprogramm wichtig: “Meine Lieblingserfahrung war wahrscheinlich die Exkursion in den Zoo. Ich bin eigentlich kein grosser Tierfreund, aber es war toll, die australischen Wildtiere zusammen mit meinen Olympiaden-Freunden zu sehen.” 

Während die Maturanden Leonhard Hasler und Francesc Oro im Herbst ihr Studium an der ETHZ bzw. EPFL beginnen, können die anderen Teammitglieder im kommenden Schuljahr wieder an der Schweizer Mathematik-Olympiade teilnehmen. Wenn sie dort erneut gut abschneiden, könnten sie sich in einem Jahr an der IMO 2026 in Schanghai wiederfinden.

RANGLISTE

WEBSITE DER IMO 2025

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.

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