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08.09.2020

Medienmitteilung

Fünf Ehrenmeldungen für die Schweiz an Mitteleuropäischer Mathematik-Olympiade

«Geographisch getrennt, mathematisch vereint» lautet das Motto der diesjährigen Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade, kurz MEMO. Wegen der Pandemie fand der Wettbewerb online statt. Auf den internationalen Austausch mussten die Schweizer Teilnehmenden trotzdem nicht verzichten. Das Team aus Slowenien stattete ihnen einen Besuch ab.

Das Schweizer Team. (Quelle: Offizielle Webseite der MEMO 2020).

Teamleiter David Rusch und Teilnehmer Philipp Junghans. (Bild: Valentin Imbach)

Ricardo Olivo. (Bild: Valentin Imbach)

Auch Mathematiker brauchen mal eine Erfrischung: Pepijn, Ricardo, Philipp, der slowenische Teilnehmer Simon Bukovšek und Teamleiter David Rusch (von links nach rechts). (Bild: Valentin Imbach).

Sechs Mittelschüler und -schülerinnen vertraten die Schweiz an der MEMO:

 

  • Bora Olmez, Inter-Community School Zurich, ZH
  • Ema Skottova, Gymnasium Kirchenfeld, BE
  • Fadri Lardon, Evangelische Mittelschule Schiers, GR
  • Pepijn Cobben, Literargymnasium Rämibühl, ZH
  • Philipp Junghans, Alte Kantonsschule Aarau, AG
  • Ricardo Olivo, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH

 

Bora, Ema, Fadri, Philipp und Ricardo erhielten jeweils eine Ehrenmeldung.

 

Zehn Länder, fünf Stunden, vier Aufgaben

 

Am 29. August hatten die aus zehn verschiedenen Ländern stammenden Jugendlichen fünf Stunden Zeit, um vier anspruchsvolle Aufgaben zu Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra zu lösen. «Bei der Kombinatorikaufgabe musste man zum Beispiel alle möglichen Werte finden, die man bekommen kann, wenn man die Quersumme von 1000 aufeinanderfolgenden Zahlen addiert», erklärt Valentin Imbach, Freiwilliger der Mathematik-Olympiade. Am 4. September wurden dann die Resultate bekanntgegeben. Fünf Schweizer Teilnehmende wurden mit Ehrenmeldungen ausgezeichnet. Für eine Medaille reichte es dieses Jahr nicht – Gold ging an Polen und Ungarn. Angesichts der Tatsache, dass es für viele der Schweizer Teilnehmenden der erste internationale Wettbewerb war, sei das Resultat aber sehr zufriedenstellend, meint Imbach.

 

Ansteckende Begeisterung

 

Auch als die Prüfung schon hinter ihnen lag, hörten die jungen Talente nicht auf, sich mit Mathematik zu befassen. Das gemeinsame Lieblingsfach prägte den sozialen Austausch. Pepijn erklärte den anderen bis spätnachts geometrische Algebra. Das habe grossen Spass gemacht, erzählt er. Am zweiten Tag waren die Teamleiter, welche die Jugendlichen betreuen und unterrichten, mit Jury-Arbeit beschäftigt. Den Grossteil des Tages verbrachten die Teilnehmenden mit Spielen und Sport. «Ich dachte mir dann, ich frage mal, wer Lust hätte, nochmal so richtig Mathe zu machen», berichtet Philipp. Zu seiner Überraschung waren die anderen mit Begeisterung dabei. Im kommenden Jahr will Philipp sicher wieder bei der Mathematik-Olympiade mitmachen. Darüber hinaus hat er sich vorgenommen, weitere Schülerinnen und Schüler an seiner Kantonsschule ebenfalls zur Teilnahme zu motivieren.

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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Lara Gafner

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