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01.09.2025

Medienmitteilung

Schweizer Mathetalente zeigen in Chemnitz ihr Potenzial

Wer sich eine Mathematik-Olympiade als reinen Einzelkampf vorstellt, kennt die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade (MEMO) noch nicht. Dort treten junge Talente auch als Team an. Vom 25. bis zum 30. August fand der Wettbewerb mit 66 Teilnehmenden aus 11 Ländern im deutschen Chemnitz statt. Die Schweiz verpasste im Teamwettbewerb knapp das Podest. Im individuellen Wettbewerb gewann Jason Su (UR) Bronze, während Vladyslav Babiy (ZH) und Austin Zhang (GE) mit Ehrenmeldungen ausgezeichnet wurden.

Von links nach rechts: Ruhi Pungaliya (Teamleiterin), Benoît Schmit, Svenja Felber, Austin Zhang, Jason Su, Vladyslav Babiy, Pranavendra Tammireddy, Mark Neumann (Teamleiter). (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Vorne, von links nach rechts: Jason Su, Vladyslav Babiy, Benoît Schmit, Pranavendra Tammireddy. Hinten, von links nach rechts: Ruhi Pungalyia (Teamleiterin), Mark Neumann (Teamleiter), Svenja Felber, Austin Zhang. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Das Schweizer Team wird in Chemnitz von Freiwilligen der MEMO empfangen. (Quelle: MEMO 2025)

Bowling gehörte zu den Freizeitaktivitäten im Programm der MEMO 2025. (Quelle: Schweizer Mathematik-Olympiade)

Gruppenfoto vor dem Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz. (Quelle: MEMO 2025)

Das Schweizer Team: 

  • Austin Zhang, École Moser Genève (GE)
  • Benoît Schmit, Collège du Sud (FR)
  • Pranavendra Tammireddy, Gymnase de Burier (VD)
  • Svenja Felber, Kantonsschule Trogen (AR)
  • Vladyslav Babiy, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)
  • Yuhua “Jason” Su, International School Altdorf (UR)

Letztes Jahr gewann die Schweiz zum ersten Mal Bronze als Team, dieses Jahr verpassten die sechs schlauen Köpfe das Siegertreppchen um nur einen Punkt. Auch im individuellen Wettbewerb hat oft wenig gefehlt. “Es ist ein bisschen traurig, dass ich nur zwei Punkte von Bronze weg war”, so Austin. Er fühle sich aber nicht so schlecht, denn ein vermeidbarer Flüchtigkeitsfehler sei ihm nur einmal unterlaufen. “Wir sehen in diesem talentierten und motivierten Team viel Potenzial, ihre Leistung in den kommenden Jahren noch auszubauen”, so Teamleiter und ETHZ-Student Mark Neumann.

Zuerst fand am 27. August der individuelle Wettbewerb statt. Die Teilnehmenden hatten fünf Stunden Zeit, um eine Prüfung mit vier Problemen zu lösen. “Die Probleme waren eigentlich cool, aber leider hab ich nicht gut abgeschnitten. Ich bin enttäuscht, aber es ist nur ein Wettbewerb. Ich werde meine Liebe zur Mathematik-Olympiade aufrechterhalten und Fortschritte machen”, so Pranavendra, der unmittelbar vor der MEMO in Indien war, um die Schweiz an der Internationalen Astronomie-Olympiade zu vertreten.

Am 28. August brummten die Köpfe erneut, diesmal beim Teamwettbewerb mit acht Aufgaben. “Zuerst haben wir die Probleme untereinander aufgeteilt, dann haben wir Ideen ausgetauscht und Lösungen verglichen”,  erzählt Jason. “Wir haben alles gegeben und ich möchte diese Erfahrung echt nicht missen!” 

Der Austausch mit anderen Teilnehmenden war nicht nur während des Teamwettbewerbs wichtig, sondern prägte die ganze MEMO. “Was mir bei internationalen Wettbewerben immer am meisten gefällt, ist der Austausch”, findet Svenja, die bereits viel Erfahrung mit Wissenschafts-Olympiaden hat. “Dieses Jahr war es besonders cool, Leute wiederzusehen, die ich schon vom letzten Jahr her kannte." Auch Jason gefiel der soziale Aspekt: “Wir hatten eine tolle Zeit mit anderen Teams, zum Beispiel während der Museumsbesuche oder Spieleabende. Leute mit anderen sprachlichen und kulturellen Hintergründen zu treffen, hat echt Spass gemacht.”

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft.  Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.

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